Ablauf einer Behandlung

Die Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Für mich ist es sehr wichtig, den Menschen, der zu mir kommt, kennen zu lernen und ein möglichst genaues Bild von ihm, seiner Lebenssituation und seinen Beschwerden zu erhalten. Dazu sind teilweise auch einfachere Untersuchungen notwendig. Nur so ist es möglich, ein passendes und individuelles Arzneimittel für jeden Einzelnen zu finden.

 

Eine Erstanamnese bei einer Konstitutionstherapie, das heisst bei chronischen Beschwerden, dauert zwischen 90 und 120 Minuten.

Eine Anamnese bei akuten Beschwerden dauert zwischen 30 und 60 Minunten.

 

Einige Zeit nach der Erstanamnese findet eine Folgekonsultation statt, welche zwischen 30 und 60 Minuten dauert. Folgekonsultationen dienen dazu, den Heilungsverlauf zu beurteilen. Wie oft und in welchen Abständen eine Folgekonsultation nötig ist, richtet sich individuell nach dem Patienten/der Patientin und seinen/ihren Beschwerden.

 

Bei akuten Beschwerden ist meist schon nach wenigen Stunden oder einigen Tagen eine Kontrolle in der Praxis oder eine telefonische Rückmeldung angezeigt. Oft ist es nach einer akuten Behandlung von Vorteil den Fall mit einem sogenannten Folge- oder Komplementmittel abzuschliessen.

Treten dieselben akuten Beschwerden immer wieder auf, z.B. wiederholte Blasenentzündung, weist dies auf eine tiefer liegende Störung hin. Homöopathisch gesehen, werden diese den chronischen Erkrankungen zugeordnet, bei welchen eine Konstitutionstherapie sinnvoll und empfehlenswert ist.

 

In Akutfällen biete ich gerne kurzfristige Termine an. 

 

Meine Tätigkeit untersteht der ärztlichen Schweigepflicht.

Download
Erstkonsultationsbogen
Fragen zur homöopathischen Behandlung.do
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Fallanalyse und Repertorisation

Im Anschluss an die Anamnese gehe ich das Gespräch und die vom Patient/der Patientin erwähnten Symptome nochmals durch und wähle mittels Repertorisation das passende Mittel aus.

Behandlungsverlauf

Um den Behandlungsverlauf möglichst genau beurteilen zu können, ist es sehr wichtig, dass sich der Patient/die Patientin selber gut beobachtet. Sehr empfehlenswert ist es, Notizen über wichtige Veränderungen oder Beobachtungen, mit Datum und eventuell Uhrzeit, zu machen.

Nach der Mitteleinnahme kann es zu sogenannten Heilungsreaktionen kommen, welche sich wie folgt zeigen können:

  • Erstreaktion: Anfängliche Verstärkung bestehender Symptome
  • Wiederauftreten von alten Symptomen: Es kann gelegentlich zum Auftreten von alten, teilweise vergessenen Symptomen kommen. Dies zeigt das die Lebenskraft scheinbar geheilte, in Wirklichkeit aber unterdrückte Symptome hervorholt, damit sie definitiv geheilt werden können.
  • Erleichterungsreaktionen: vermehrtes Schwitzen, Durchfall, Hautausschläge, Nasenbluten, Fieber, ärgerlicher für einige Zeit usw.. So lange die Patientin/der Patient dabei keinen Energieverlust spürt und es ihr/ihm psychisch gut oder sogar besser geht, besteht kein Grund zur Besorgnis. Man kann sich dies als eine Art »Hausputz« des Körpers vorstellen. Die Lebenskraft ist aktiv und versucht das innere Gleichgewicht wiederherzustellen.

All diese Reaktionen sind positiv zu werten und zeigen, dass das homöopathische Mittel die Lebenskraft stimuliert hat und der Organismus zur Selbstheilung angeregt wird.

Treten solche Symptome auf, sollten sie möglichst nicht behandelt oder unterdrückt werden, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt sehr unangenehm sein können. Bei sehr starken Reaktionen sollte man zuerst Rücksprache mit seiner Homöopathin/seinem Homöopathen nehmen, bevor man selber etwas dagegen tut.